Merian V/XII: Der Walzenförmige Schleimpilzkäfer

Sphindus dubius (Gyllenhal, 1808) Walzenförmiger Schleimpilzkäfer. Foto Matthias Borer NHMB

Oft sind Käferfamilien unglaublich reich an verschiedenen Arten. Nicht aber die vergleichsweise winzige Familie  der Sphindidae. „Nur“ 67 Arten hat die Familie und nur vier davon wurden in Europa angetroffen. Vielleicht weil niemand hingesehen hat oder wenn, sich mit Käfern nicht auskannte.  Zwei davon kommen in der Region um Basel vor. Sphindus dubius frisst als Larve und ausgewachsenes Tier (als Imago) an den Fruchtkörpern des Hexenbutters oder der Gelben Lohblüte Fuligo septica (siehe folgendes Bild)

Hexenbutter in Hessen. Bild Ulrich Nagel/Wikipedia.

und anderen Schleimpilzen. In den Meriangärten fand man am GEO-Tag der Natur 2017 gleich zwei Mal den Hexenbutter. Scheinbar käferfrei. In einer Probe fand sich nur gerade ein einziger Moderkäfer der Art Enicmus rugosus

Dieses Bild hat ein leeres alt-Attribut; sein Dateiname ist Enicmus%20rugosus.jpg.
Moderkäfer Enicmus rugosus
Bild UK Beetle Recording


. Die Probe wurde mitgenommen und schon im Juli zeigten sich weitere Exemplare. Dann erst tauchte auch der Sphidnus dubius in immer grösserer Zahl auf. Offenbar waren Eier oder Junglarven im Pilz bereits vorhanden gewesen. Am Ende waren es ganze 90 Schleimpilzkäfer, die sich im leuchtend gelben Pilz entwickelt hatten. Vielleicht aus Eiern, oder Junglarven.

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